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Nazan Gökdemir: Biografie, Karriere und beruflicher Werdegang der Journalistin

Nazan Gökdemir ist eine deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin, die vor allem durch ihre Arbeit für ARTE und das ZDF bekannt ist. Die am 31. Dezember 1980 in Hannover geborene Moderatorin präsentiert seit 2012 das „ARTE Journal“ und gehört seit September 2020 zum Moderationsteam des ZDF-Nachrichtenmagazins „heute journal update“. Zuvor arbeitete sie unter anderem als Reporterin für „drehscheibe Deutschland“ sowie mehrere Jahre für das ZDF-Format „Forum am Freitag“. Ihr beruflicher Weg ist zudem von einer deutsch-französischen Ausbildung und internationalen Stationen in Paris, Lyon und Brüssel geprägt.

Hintergrund und Identität

Nazan Gökdemir wurde am 31. Dezember 1980 in Hannover geboren. Die offizielle Biografie des ZDF nennt das Jahr 2000 als Zeitpunkt ihres Abiturs. Unmittelbar danach führte ihr Weg zunächst nach Frankreich: 2000 und 2001 absolvierte sie ein Praktikum bei der Kommunikationsagentur Agenda für internationale Kunst- und Kulturprojekte in Paris.

Ihre weitere Ausbildung hatte von Beginn an einen ausgeprägten europäischen Schwerpunkt. 2001 nahm Gökdemir das Studium „Europäische Medienkultur“ auf. Die Bauhaus-Universität Weimar beschreibt den Studiengang als zweisprachiges Diplomstudium, das sie sowohl in Weimar als auch an der französischen Partneruniversität Université Lumière Lyon 2 absolvierte.

Damit verlief bereits ihre akademische Ausbildung zwischen Deutschland und Frankreich – eine internationale Ausrichtung, die später auch in ihrer journalistischen Arbeit bei dem deutsch-französischen Sender ARTE eine zentrale Rolle spielte.

Ausbildung und internationale Erfahrungen

Studium in Weimar und Lyon

Von 2001 bis 2006 studierte Nazan Gökdemir Europäische Medienkultur in Weimar und Lyon. Während dieser Zeit sammelte sie parallel praktische Erfahrungen im Journalismus. Laut ZDF absolvierte sie Praktika beim ZDF, beim Saarländischen Rundfunk und beim europäischen Nachrichtensender Euronews.

Die Bauhaus-Universität bestätigt die deutsch-französische Ausrichtung ihrer Ausbildung und führt Gökdemir heute als Alumna. Diese Verbindung von Medienwissenschaft, französischer Hochschulerfahrung und journalistischer Praxis bildete die Grundlage für ihren späteren Berufsweg im europäischen Nachrichtenjournalismus.

Berufliche Station in Brüssel

Nach dem Studium wechselte Gökdemir zunächst nicht unmittelbar in eine Fernsehredaktion. Von 2006 bis 2007 arbeitete sie in Brüssel für die damalige Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Die Organisation ging später in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, auf.

Auch diese Station fügt sich in den internationalen Verlauf ihres frühen Berufslebens ein: Nach Paris und Lyon arbeitete sie nun im politischen und institutionellen Umfeld Brüssels, bevor ihre eigentliche Laufbahn beim ZDF begann.

Karriere von Nazan Gökdemir

Einstieg beim ZDF

Im Jahr 2008 wechselte Nazan Gökdemir zum ZDF und begann dort ein Redaktionsvolontariat. Das ZDF datiert diese journalistische Ausbildung auf die Jahre 2008 bis 2009. Anschließend arbeitete sie von 2009 bis 2011 als Redakteurin und Reporterin für das werktägliche Magazin „drehscheibe Deutschland“.

Damit verlagerte sich ihr Schwerpunkt zunehmend auf den aktuellen Fernsehjournalismus. Die Arbeit als Reporterin bedeutete zugleich, dass ihre Tätigkeit nicht allein auf Studiomoderation ausgerichtet war.

Wechsel zum „ARTE Journal“

Ein entscheidender Karriereschritt folgte 2012. Seit diesem Jahr moderiert Nazan Gökdemir das „ARTE Journal“, das tägliche Nachrichtenformat des deutsch-französischen Kulturkanals.

ARTE beschreibt das Journal als internationales Nachrichtenformat mit europäischer Perspektive, das neben dem politischen Tagesgeschehen auch Hintergründe und Kultur berücksichtigt. Auf aktuellen Unternehmensseiten des Senders wird Gökdemir weiterhin als Mitglied des Moderationsteams geführt.

Die langjährige Tätigkeit beim „ARTE Journal“ gehört damit zu den konstantesten Stationen ihrer Karriere.

„Forum am Freitag“ beim ZDF

Neben ihrer ARTE-Arbeit übernahm Gökdemir ab 2013 erneut regelmäßige Aufgaben beim ZDF. Bis 2020 war sie als Moderatorin und Reporterin für das Format „Forum am Freitag“ tätig.

Die Sendung beschäftigte sich insbesondere mit Fragen rund um muslimisches Leben, gesellschaftliche Entwicklungen und Integration in Deutschland. Erhaltene ZDF-Beiträge dokumentieren beispielsweise ihre Arbeit zu Themen wie muslimischem Leben in der DDR, Rassismus unter Muslimen, sozialen Initiativen muslimischer Frauen oder der Diskussion um ein speziell auf muslimische Besucher ausgerichtetes Schwimmbad.

Damit verband Gökdemir in dieser Phase klassische Moderation mit Reportage, Interviews und gesellschaftspolitischer Berichterstattung.

Wichtige Stationen chronologisch

2000 bis 2007: Von Paris über Weimar und Lyon nach Brüssel

Nach ihrem Abitur im Jahr 2000 sammelte Nazan Gökdemir zunächst Erfahrungen bei einer Kommunikationsagentur in Paris. Ab 2001 studierte sie Europäische Medienkultur in Weimar und Lyon und absolvierte während des Studiums journalistische Praktika. Nach dessen Abschluss arbeitete sie 2006 und 2007 bei der GTZ in Brüssel.

Diese Jahre zeigen die ausgeprägte internationale Ausrichtung ihrer Ausbildung und frühen Berufspraxis.

2008 bis 2011: Journalistischer Einstieg beim ZDF

Mit dem Redaktionsvolontariat beim ZDF begann 2008 ihre kontinuierliche Laufbahn im Fernsehjournalismus. Nach Abschluss des Volontariats folgte die Tätigkeit als Redakteurin und Reporterin bei „drehscheibe Deutschland“.

Seit 2012: ARTE Journal

2012 übernahm Gökdemir die Moderation des „ARTE Journal“. Auch mehr als ein Jahrzehnt später wird sie von ARTE dem Moderationsteam des Nachrichtenformats zugerechnet.

2013 bis 2020: „Forum am Freitag“

Parallel zum „ARTE Journal“ arbeitete Nazan Gökdemir sieben Jahre für das ZDF-Format „Forum am Freitag“. Dort beschäftigte sie sich wiederholt mit gesellschaftlichen Debatten rund um Religion, muslimisches Leben und Integration.

2016/2017: „Europas Muslime“

Zu ihren umfangreicheren dokumentarischen Arbeiten zählt „Europas Muslime – Auf Reisen mit Nazan Gökdemir und Hamed Abdel-Samad“. Das ZDF führt die Produktion für die Jahre 2016 und 2017 in ihrer offiziellen Biografie. Gökdemir und der Publizist Hamed Abdel-Samad reisten dafür durch mehrere europäische Länder und sprachen mit Musliminnen und Muslimen über Religion, Gesellschaft, Identität und politische Konflikte.

Die Bundeszentrale für politische Bildung führt eine 2017 veröffentlichte Fassung als zwei Teile mit jeweils 53 Minuten. Programmarchive dokumentieren darüber hinaus spätere Folgen beziehungsweise Fortsetzungen der Reihe. Die unterschiedlichen Zählweisen der einzelnen Veröffentlichungsfassungen sollten deshalb nicht miteinander vermischt werden.

Seit September 2020: „heute journal update“

Im Jahr 2020 folgte eine weitere zentrale Station. Das ZDF führte mit dem „heute journal update“ eine Spätausgabe seiner Nachrichtenfamilie ein und verpflichtete Gökdemir als Moderatorin.

Das neue Format startete im September 2020. Nach der Auftaktwoche mit Hanna Zimmermann präsentierte Nazan Gökdemir die Sendung erstmals in der Woche vom 14. bis 18. September 2020. Das Format soll am späten Abend beziehungsweise gegen Mitternacht den Nachrichtentag mit aktuellen Meldungen, Hintergründen, Interviews und Schaltgesprächen abschließen.

Nazan Gökdemir bei ARTE und ZDF

Bemerkenswert an der beruflichen Laufbahn von Nazan Gökdemir ist ihre langjährige parallele Präsenz bei zwei öffentlich-rechtlichen Sendern mit unterschiedlichen journalistischen Profilen.

Beim „ARTE Journal“ steht die europäische und internationale Perspektive im Vordergrund. ARTE charakterisiert das Format als Nachrichtensendung, die bewusst stärker nach Zusammenhängen und Hintergründen sucht und internationale Themen mit kulturellen Aspekten verbindet.

Beim ZDF liegt Gökdemirs aktuelle Hauptaufgabe dagegen beim „heute journal update“. Die Sendung ist Teil der „heute“-Nachrichtenfamilie und konzentriert sich auf die Aktualisierung und Einordnung des Nachrichtentages zu später Stunde. In der derzeit abrufbaren Übersicht des ZDF-Presseportals wird Nazan Gökdemir ausdrücklich als Moderatorin des Formats geführt.

Diese beiden langjährigen Aufgaben bilden den Schwerpunkt ihrer öffentlichen journalistischen Tätigkeit.

Aktuelle Informationen zu Nazan Gökdemir

Auch 2026 ist Nazan Gökdemir weiterhin im aktuellen Nachrichtenjournalismus präsent. Das ZDF führt sie nach wie vor als Moderatorin des „heute journal update“. Eine Ausgabe vom 31. März 2026 dokumentiert sie beispielsweise im Studio bei Schaltgesprächen und Interviews; auch Programmangaben aus dem Sommer 2026 weisen weitere von ihr moderierte Ausgaben aus.

Auch ihre Verbindung zum „ARTE Journal“ besteht nach den derzeit verfügbaren Senderinformationen fort. ARTE nennt Gökdemir auf seiner Unternehmensseite weiterhin innerhalb des Moderationsteams des Nachrichtenformats.

Damit arbeitet sie mittlerweile seit mehr als einem Jahrzehnt für das „ARTE Journal“ und seit 2020 für die ZDF-Spätnachrichten. Belastbare öffentlich zugängliche Informationen über ihr Privatleben spielen in den offiziellen Biografien von ZDF und ARTE hingegen keine Rolle. Für ein faktenbasiertes Personenprofil sind entsprechende unbelegte Angaben deshalb nicht sinnvoll.

Nazan Gökdemir: Daten und Fakten im Überblick

Datum / ZeitraumStation
31. Dezember 1980Geburt in Hannover
2000Abitur
2000–2001Praktikum bei einer Kommunikationsagentur für internationale Kunst- und Kulturprojekte in Paris
2001–2006Studium „Europäische Medienkultur“ in Weimar und Lyon
Während des StudiumsPraktika unter anderem bei ZDF, Saarländischem Rundfunk und Euronews
2006–2007Tätigkeit bei der damaligen GTZ in Brüssel
2008–2009Redaktionsvolontariat beim ZDF
2009–2011Redakteurin und Reporterin bei „drehscheibe Deutschland“
Seit 2012Moderatorin des „ARTE Journal“
2013–2020Moderatorin und Reporterin bei „Forum am Freitag“
2016/2017Dokumentarprojekt „Europas Muslime“ mit Hamed Abdel-Samad
Seit September 2020Moderatorin von „heute journal update“
2026Weiterhin als Moderatorin für ZDF-Nachrichten und nach Senderangaben für das „ARTE Journal“ tätig

Die Eckdaten beruhen überwiegend auf der offiziellen Biografie des ZDF sowie Angaben der Bauhaus-Universität Weimar und von ARTE.

Fazit

Nazan Gökdemir hat sich über einen vergleichsweise geradlinigen, zugleich international geprägten Berufsweg im deutschen und europäischen Fernsehjournalismus etabliert. Auf das zweisprachige Studium in Weimar und Lyon sowie frühe Stationen in Paris und Brüssel folgte ab 2008 die journalistische Ausbildung beim ZDF. Danach arbeitete sie zunächst als Reporterin, bevor sie zunehmend größere Moderationsaufgaben übernahm.

Seit 2012 prägt insbesondere ihre Arbeit für das „ARTE Journal“ ihre Karriere. Mit „Forum am Freitag“, der Dokumentarreihe „Europas Muslime“ und schließlich dem „heute journal update“ kamen weitere journalistische Aufgaben hinzu. Nach dem aktuellen Stand von September 2026 gehört Gökdemir weiterhin zum Moderationspersonal des ZDF-Nachrichtenangebots und wird auch von ARTE als Moderatorin des „ARTE Journal“ geführt.

Quellen

Die biografischen Kerndaten stammen aus der offiziellen Biografie des ZDF-Presseportals, die Geburt, Ausbildung und berufliche Stationen chronologisch aufführt. ZDF-Presseportal – Biografie Nazan Gökdemir Ergänzend wurde die Bauhaus-Universität Weimar für Angaben zum deutsch-französischen Studium herangezogen. Bauhaus-Universität Weimar – Nazan Gökdemir

Für ihre aktuelle Tätigkeit beim ZDF wurden die offizielle Pressemappe zum „heute journal update“, die ZDF-Übersicht zur Nachrichtenfamilie sowie eine ZDFheute-Ausgabe aus dem Jahr 2026 berücksichtigt. Angaben zur ARTE-Tätigkeit beruhen auf den Unternehmensinformationen des Senders, die Nazan Gökdemir dem Moderationsteam des „ARTE Journal“ zuordnen. Für das Dokumentarprojekt „Europas Muslime“ wurden außerdem Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung herangezogen.

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